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Brille

Lesebrille

Wer weder kurz- noch weitsichtig ist, kann seine Alterssichtigkeit durch eine Lesebrille korrigieren. Sie enthält Einstärkengläser und ermöglicht gute Sicht im Nahbereich. Sie kann von Kurzsichtigen auch zusammen mit Kontaktlinsen getragen werden. Eine Lesebrille sollte nicht einfach irgendwo gekauft werden, sondern vom Augenoptiker angepasst werden, damit unerwünschte „Nebenwirkungen“ (z. B. Kopfschmerzen) durch eine falsche Korrektur gar nicht erst auftreten.

Bifokalbrille

Zur Korrektur der Presbyopie (Alterssichtigkeit) wurden bis vor kurzem meistens Bifokalgläser angepasst. Diese Gläser haben im unteren Teil einen durch eine Linie abgetrennten Nahsichtbereich. Übrigens erfand Benjamin Franklin die Bifokalgläser, als er nach einer praktischen Lösung für seine Sehstörung suchte. Inzwischen gibt es Gleitsichtgläser, die die Sicht nicht nur in der Nähe und Ferne, sondern auch in allen Zwischenbereichen korrigieren. Im Glas ist keine sichtbare Trennlinie mehr vorhanden.

Gleitsichtbrille

Bereits 1959 wurde in Frankreich die erste Gleitsichtbrille mit der Bezeichnung Varilux1 entwickelt. Für die Gleitsichtbrillen wird ein modernes Brillenglas (Linsen aus Glas oder Kunststoff) verwendet, welches in drei stufenlos angeordneten Zonen unterteilt ist. (Fernsicht, mittlere Entfernung, Nahsicht). Mit einer Gleitsichtbrille sieht man bei allen Entfernungen scharf und somit ist die Gleitsichtbrille hervorragend für den Alltag geeignet.

Hochwertige Gleitsichbrillen (Gleitsichtgläser) verfügen, im Gegensatz zu ihren billigen Pendants, über eine "Horizontalsymmetrie" die bei Blickbewegungen nach links oder rechts, für beide Augen idente, optische Verhältnisse schaffen. Weiters haben sie eine bessere Abbildungsqualität und sind wesentlich dünner und ästhetisch anspruchsvoller gefertigt.

Ein Gleitsicht-Glas ist derzeit die physiologisch beste Lösung zur Korrektur der Alterssichtigkeit (45plus). Umso hochwertiger die Gleitsichtbrille ist, desto größer sind die "scharfen" Zonen und umso weicher ist der Übergangsbereich und geringer die Randverzerrungen.

Vorteile einer Gleitsichtbrille:
- nur eine Brille für Nah & Fern
- gleitender Übergang zwischen den Stärken ist angenehmer als bei einer Bifokalbrille
- Im Gegensatz zu 2 getrennten Brillen oder Bifokalbrillen sieht man auch in der mittleren Entfernung (Computer-Bildschirm) scharf.
- Es ist nicht erkennbar, ob der Brillenträger eine Mehrstärkenbrille (Oma-Brille) trägt.
- Früheinsteiger gewöhnen sich meist sehr schnell an Gleitsichtbrillen.